2. Etappe: Durch die TÜRKEI

An der türkischen Grenze war die internationale Zulassung unbekannt. Wir mussten nacheinander durch 4 - 5 Kontrollen. Die Fahrt ging weiter über Edirne auf der Landstraße 100 bis kurz nach Babaeski, dort auf einer Tankstelle übernachtet. Wir wurden zum Tee eingeladen und haben dem Tankwart Bilder und Filme auf dem Notebook von Deutschland vorgeführt.

02.06.2009

Gegen 6 Uhr aufgestanden (Position: N 41grd 25,261 min; E 27 grd 08,682 min) Stimmt mit Karte überein. Aufbruch 8 Uhr. Weiterfahrt bis Istanbul (sehr stressige Fahrt). In Istanbul in der Nähe des Zentrums in das Hotel Akgün Istanbul gegen 15.00 Uhr eingescheckt. Fahrzeug auf Anraten in der Tiefgarage abgestellt. Mit Taxi zum historischen Viertel gefahren (Topkapi, Hagia Sofia) Kosten 15,00 TL etwa 7,50 EUR. Einige Sehenswürdigkeiten waren leider schon geschlossen. Spaziergang durch die Altstadt und zum Strand. Rückfahrt mit Taxi zum Hotel 20,00 TL. Im Hotel verschiedene Mails verschickt und Kleidung gewaschen.

Autobahnbrücke nach Asien

03.06.2009

Gegen 10 Uhr Hotel verlassen und dann auf die Autobahn gefahren. Durch automatische Fahrzeugerfassung auf die Autobahn gefahren. Daher kein Beleg für die spätere Ausfahrt. Sehr starker Verkehr und lange Anfahrt zur Bosporus-Brücke, danach Weiterfahrt auf der Autobahn und dort bei Büyükada getankt. Autobahn bei Gebze verlassen und 10,50 TL Autobahngebühr bezahlt. Auf der Landstrasse 100 bis Sakaya (Adapazari) gefahren. Vergeblich versuchten wir die Strasse nach Geyve zu finden, deswegen Weiterfahrt auf der 100 bis Akyazi und dort nach Süden abgebogen. Etwa 12 km später haben wir bei Kuzuluk übernachtet.

04.06.2009

Weiterfahrt auf der 140, 1. Aufnahmen südlich von Nallihan. Etwa 15 km nach Nallihan sind wir auf eine Gebirgsstrecke nach Mihaliccik (etwa 60km) gefahren. Weiterfahrt auf schöner Gebirgsstrecke bis Yunusemre und dort den Markt aufgesucht. Einige Fotos gemacht und eine Wassermelone erworben (5.5 kg - 4,5 TL). Weiterfahrt auf der Gebirgsstrecke ca. 40 km bis zur E 90 (200) dort bis Polatli gefahren. Kurz danach auf die 260 abgebogen und etwa 50 km bis Haymana, danach noch einmal eine steile Gebirgsstrecke von etwa 40 km.

In Yenice wurden wir auf der Straße in Deutsch zum Verweilen aufgefordert und zum Tee eingeladen. Haben dort die männliche Bevölkerung, die sich in den Gastraum drängelte, fotografiert und einige Bilder auf unserem batteriebetriebenen Kleindrucker ausgedruckt. (Aufenthalt ca 1 1/2 Stunden).

Nach weiteren 10 km bei Baltalin nach Norden abgebogen und bei Emirler wieder auf die E90 (750) eingebogen. Knapp südlich von Sereflikochisar auf Shelltankstelle zur Übernachtung geparkt.

05.06.2009

Auf der Landstraße E90 (750) weitergefahren und kurz vor Aksaray auf die Straße 300 eingebogen. Nach etwa 12 km auf kleinere Straße nach Süden abgebogen. Nach wenigen Metern ein 5 Sterne ”Grand Eras” Hotel aufgesucht. Drahtloses Internet ohne Passwort genutzt. Verschiedene E-Mails versandt und Homepage ergänzt. Weil man uns mit dem Internet entgegengekommen war hat man uns noch zu zwei Kaffees eingeladen. Außerdem hat man uns noch zwei Broschüren über Sehenswürdigkeiten der Türkei überreicht (eine davon in Deutsch). Geldtausch war leider nicht möglich. Zum Abschied wurde uns noch das Karballa Hotel in Güzelyan zum Aufsuchen empfohlen, weil der Inhaber ein Deutscher ist mit dem Vornahmen Udo. Ihn nicht angetroffen, uns wurde gesagt er sei seit 14 Tagen kaputt (gemeint war verreist). Unsere Fahrt führte zunächst nach Selime und in die Ihlara-Schlucht.

Dort viele kegelförmige Felsformationen, die zum Teil ausgehöhlt waren. In verschiedenen Bergformationen sind viele ehemals bewohnte Höhlen zugänglich. Danach, wie schon oben angedeutet, Güzelyan angefahren. Weiterfahrt über Svermez und Basköy nach Güzelöz von dort nach Norden. Interessante schluchtenreiche und gebirgige Landschaft. Auf dem Weg nach Damsa nochmals einen Abstecher zu Kegelfelsen gemacht. Bei Damsa auf eine Piste in ein wunderschönes Tal eingebogen. Neben einer Betonruine Übernachtungsplatz gewählt. GPS-Position: N 38 grd 34,926 min; E 34 grd 54,291 min; Höhe 1146 m.

06.06.2009

6.00 Uhr aufgestanden und gegen 7.00 Uhr Aufbruch. Wir hatten beschlossen keine weiteren Sehenswürdigkeiten aufzusuchen, da uns die Zeit für die Einreise in den Iran zu knapp wurde. Die Fahrt führte über die Landstraße 767 bis zur übergeordneten Straße 805. Nach Kyseri bogen wir auf die Straße 300 ab, die bis zur iranischen Grenze führt. Das Wetter war diesig und es regnete von Zeit zu Zeit. Unterwegs nach Malatya hatten wir nur sehr niedrige Temperaturen von unter 13°.

In Malatya mussten wir durch frisch aufgesprühten Teer im Schritt-Tempo fahren, um unser Fahrzeug nicht unnötig zu verschmutzen. Das Wetter besserte sich allmählich und wir kamen einigermaßen zügig voran. Etwa 40 km hinter Elazig und nach vergeblicher Suche eines brauchbaren Übernachtungsplatzes fragten wir in einem Gasthaus im Dorf Icme, ob wir etwas essen könnten und auf deren Parkplatz übernachten dürften.

Als Abendessen suchten wir uns Fisch aus und wurden anschließend noch reichlich mit Früchten kostenlos bewirtet. Die Familie Cigek, Großvater (89 Jahre alt) mit 4 Söhnen und reichlich Enkeln interessierten sich brennend für unser Vorhaben. Sie wollten gerne in zahlreichen Personenkombinationen fotografiert werden nachdem wir das 1. Bild ausgedruckt hatten.

Der Großvater zeigte uns mit Stolz das von ihm selbst aufgebaute Anwesen. Einer der Söhne bemüht sich gegenwärtig ein landwirtschaftliches Museum mit historischen Geräten auf dem Grundstück einzurichten.

07.06.2009

6.00 Uhr aufgestanden und im eigenen Fahrzeug das Frühstück eingenommen. Danach wurden wir von der Familie nochmals zum Tee, Gebäck und Ei eingeladen. Auch wurden wir nochmals gebeten, das gesamte Anwesen aufzunehmen.

Die ganze Fahrtstrecke über Bingöl, Mus, Tatvan bis in die Nähe von Van war fast eine einzige Baustelle und wir kamen dadurch nur schleppend voran. Erwähnenswert ist noch, das wir ein Ehepar aus Regensburg auf der Passhöhe bei Alacebur trafen, die sich auch sehr angetan über die freundlichen Begegnungen mit Kurden äußerten. In Van haben wir das Hotel Merit aufgesucht, um uns vor der Einreise in den Iran noch eimal auf Vorderman zu bringen und auch die Gelegenheit zu Nutzen, Internetarbeiten zu erledigen. Wir haben dort auch ein Abendessen eingenommen und unsere Wäsche waschen lassen. Im Hotel war auch eine deutsche Reisegruppe der „IQ-Tours“. Man interessierte sich sehr für unsere Reisepläne.

08.06.2009

Aufgestanden sind wir ca. um 6.30 Uhr und frühstückten bis 7.20 Uhr. Danach haben wir noch E-Mails versendet. Beim Einräumen des Fahrzeugs wurden wir nochmals von der deutschen Gruppe umlagert. Gegen 9 Uhr starteten wir zur Weiterfahrt auf der Straße 300 über Özalp zur Iranischen Grenze bei Kapiköy. Diese Grenzstation war aber geschlossen. Ein netter deutsch sprechender Offizier verwies uns auf eine andere nördlichere Grenzstation. Wir mussten aber zunächst zur Stadt Van zurückfahren. Dort bogen wir auf die Straße 975 nach Norden ab. Diese war bis etwa zur Nordspitze des Sees „Van Gölü“ gut ausgebaut. Danach führte die Weiterfahrt, ebenfalls auf der 975, durch sehr schöne gebirgige Landschaft aber auf teilweise sehr rauher Fahrban. Bei Dogubayazit erreichten wir die E 80 (Straße 100), die nach weiteren 35 km zur Grenzstation Basargan führte. Wir mussten an einer etwa 2 km langen LKW- Kolonne vorbeifahren. Danach tauschten wir iranische Rial auf offener Straße ein (offizieller Kurs ist 10 000 Rial für ein US $)

TAGEBUCH

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