3. Etappe: Durch den IRAN

08.06.2009

Die Grenzformalitäten erwiesen sich als äußerst kompliziert und langwierig; diese waren ohne Helfer kaum zu schaffen. Beispielsweise mussten auf dem Einreiseabschnitt des Carnet de Passages mindestens 10 Beamte, die alle erst gesucht werden mussten, ihre Vermerke und Unterschriften anbringen, bevor er vom Zoll akzeptiert wurde. Ein sehr hilfsbereiter Beamter bemühte sich bei der Vorbereitung, die iranischen Nummernschilder zu erwerben; er meinte augenzwinkernd, wir könnten es aber auch sein lassen. Unsere Pässe wurden danach noch 5 - 6 mal kontrolliert. Wir mussten noch eine KFZ- Versicherung abschließen. Dafür fuhr einer der Bediensteten in unserem Fahrzeug mit, um uns die versteckt liegende Agentur zu zeigen. Die Kosten betrugen für 4 Wochen umgerechnet 80 EUR. Danach fuhren wir auf der Straße 32 durch Maku und suchten uns eine Übernachtungsmöglichkeit, die wir in dem kleinen Ort Handawar fanden (Position N 39 grd 16,628 min; E 44 grd 36,735 min; Höhe 1072 m). Dies war bei einer kleinen Einraumgaststätte, wo wir zu mehreren Tees kostenlos eingeladen wurden.

09.06.2009

Etwa 2 km weiter auf der Straße 32 wollten wir unser Fahrzeug auftanken. Uns wurde die Abgabe des Dieselkraftstoffes verweigert. Hierzu sei eine Dieselkarte, die wir nur an der Grenzstation erhalten würden, erforderlich. So mussten wir nach Barzagan zurückkehren. Dort könnte man uns eine Dieselkarte ausstellen. Dort erklärte man uns, wir sollten etwa 140 km in den Iran hineinfahren, um bei einer technischen Institution eine Bescheinigung zu erwirken, dass unser Fahrzeug tatsächlich ein Dieselfahzeug ist. Der Preis für die dann ausstellbare Dieselkarte wiederum an der Grenze soll dann 400 bis 700 EUR kosten, je nach angegebener Fahrstrecke im Iran. Damit hätten wir immer noch nicht eine Garantie gehabt, an Tankstellen Kraftstoff zu erhalten. Dieses Risiko konnten wir absolut nicht eingehen. Aus diesem Grund entschlossen wir uns in die Türkei zurückzukehren. Die Ausreiseformalitäten im Iran erwiesen sich bezüglich des Carnet de Passages als ebenso kompliziert wie bei der Einreise.

Fetter Text

TAGEBUCH

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