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unsere_rundreise_durch_namibia 2013/06/01 14:32 aktuell
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 +=== Tagebuch Namibiareise ===
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 +19./20.04.13
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 +Mit von der Partie waren diesmal Norbert und Adelbert Fust und das befreundete Ehepaar Ingeborg und German Scheurer.
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 +Unser Flug von Frankfurt über Johannesburg nach Windhoek ging pünktlich um 20:45 Uhr ab. Wir trafen am 20.04.2013 in Johannesburg sehr pünktlich um 7:30 ein. Etwa zwei Stunden später hob dann unser Flieger in Richtung Windhoek ab kamen aber etwa eine halbe Stunde später als geplant an. Bei der Einreise ging alles einigermaßen von statten bis auf die ständige Anfrage wo wir erstmals übernachten werden. Charls unser von der Autovermietung Grüttemeyre angekündigter Taxidriver traf obwohl wir ja schon verspätet ankamen dennoch einige Minuten später ein. Nach dem wir Geld gewechselt hatten (ca. 1:11,2) fuhren wir zum etwa 40 km entfernten Windhoek zur Autovermietung. Unser Wagen stand schon bereit und wir bekamen eine ausführliche Unter-weisung. Um jegliches Risiko zu vermeiden schlossen wir eine Vollkaskoversicherung ab. Die erste Nacht verbrachten wir auf Empfehlung von Frau Grüttemeyer, unserer Fahrzeugvermieterin,
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 +im Safari Court-Hotel. Leider hatten wir nicht mitbekommen, dass es in diesem Hotel mehrere Kategorien und damit unterschiedliche Übernachtungspreise gab. Wir Mieteten uns daher aus Unwissenheit in der teuersten und besten Kategorie ein. Erst bei einem Rundgang über das eingezäunte Hotelgelände bemerkten wir, dass es dort verschiedene Hotelkategorien gab. Auf einen Spaziergang außerhalb des Hotelgeländes kamen wir an einem in der Nähe liegenden Inlandsflugplatz vorbei.
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 +21.04.13
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 +Schon gegen 6.00 Uhr waren wir wieder auf den Beinen den ab 7.00 Uhr wurde schon das Frühstück angeboten. Unsere Koffer waren fix wieder Im Fahrzeug verstaut und so konnten wir schon vor 8.00 Uhr Windhoek in Richtung Süden verlassen. Unser Tagesziel war eigentlich Lüderitz, erreichen diese Stadt aber nicht, wir mussten uns daher eine Unterkunft auf der Strecke suchen. Auf der Fahrt versuchten wir in verschiedenen Städten uns mit einer Grundausstattung an Lebensmittel einzudecken. Dies war da es Sonntag war nur mit einem größeren Zeitaufwand möglich. Auf der über 400 km langen Strecke durchfuhren wir die Städte Rehoboth, Mariental (immer wieder viel uns die Deutsche Vergangenheit Namibias durch Deutsche Städtenamen auf). In Keetmans-hoop war schließlich ein Supermarkt (SPAR) auf und wir konnten uns mit Trinkwasser und Lebensmittel für die nächsten Tage eindecken. Auf der Weierfahrt wurde uns klar, dass wie Lüderitz nicht vor Dunkelheit erreichen konnten. So hielten wir die Augen auf um eine Übernachtungsmöglichkeit Zeltplatz oder Hotel ausfindig zu machen. Knapp 40 km nach Keetmans¬hoop entdeckten wir ein Hinweis auf das Hotel Seeheim. Das Hotel lag nur wenige Kilometer von der Strecke nach Lüderitz auf der Piste C12 Richtung Süden zum Fish River Canyon entfernt. Das schöne rustikale Hotel lag in einer Senke man konnte es von der Piste aus nicht sehen. Als wir ankamen sah es zunächst aus als wäre es nicht geöffnet. Aber nach kurzer Zeit erschien dann doch die nette Inhaberin. Wir bekamen zwei große Zimmer zugewiesen auch konnten wir unseren Wagen sicher abstellen. Zum Abendessen wurde uns ein schmackhaftes Essen serviert. Es gab ein Orix Steak mit Beilagen. In der Bar genehmigten wir uns noch einen Schlummertrunk.
 +22.04.13
 +Aufgestanden kurz nach Sonnenaufgang und noch schräg stehende Sonne für Aufnahmen genutzt. Traumhafte Sicht über die umliegende Landschaft. Hier stellten wir auch fest dass dem Hotel auch ein Campingplatz angeschlossen war. Gefrühstückt hatten wir pünktlich um 7.00 Uhr. Man konnte wählen zwischen Rührei und  zwei Spiegeleier.  Gegen 9.00 Uhr dann unser Aufbruch in Richtung Lüderitz. Von einer Anhöhe wurden dann noch einige Aufnahmen von dem wunderschön gelegenen Hotel gemacht. Auf der Strecke von knapp 300 km bis Lüderitz durfte man ab dem Städtchen Aus nicht mehr die Hauptstrecke verlassen, sie liegt zwischen dem Diamond Area und dem Naukluft Park. Den Naukluft Park darf man nur mit einem speziellen Permit aufsuchen. In Lüderitz fuhren wir zunächst bis zum Meer, (dem Atlantischen Ozean) mit Blick auf ein neueres Hotel und stellten unseren Wagen für einen 1. Rundgang ab. Danach fuhren wir ins nahe gelegene alte Zentrum und gingen zur Felsenkirche hinauf. Von dort oben hatte man eine schöne Übersicht über das noch sehr deutsch geprägte Städtchen. Viele Straßen und auch Gebäude  erinnern noch an die deutsche Vergangenheit. (zum Beispiel Insel Street, Hafen Street, Bismarck Street, Vogelsang Street, Lübecker Street, Hamburger Street usw. ). Auch hängt noch über Ministry of Works, Transport and Communication Department of Works der Deutsche Reichsadler. Außerdem steht noch das gut renovierte Gebäude „Kapps – Konzert u. Ball – Saal“ von 1907.  Die etwas verschlafene wirkende Geburtsstadt Südwestafrikas liegt auf einem Granitfelsen. Lüderitz wird häufig vom stürmischen Atlantik hehr vom Küstennebel eingehüllt.
 +Zum Glück hatten wir bei unserm Besuch traumhaftes windstilles Wetter. Auf unserer Rückfahrt kurz nach Lüderitz stoppten wir noch um einige Aufnahmen von an der Straße liegenden Sanddünen  zu machen. Wir hatten uns entschlossen am gleichen Tag nach Seeheim zurückzufahren um am nächsten Tag schon sehr früh in Richtung Fish River Canyon aufzubrechen. Im Hotel Seeheim wurden wir in den gleichen Zimmern untergebracht und zum Abendessen gab es wieder Wild. Auch der Schlummertrunk ein Windhoek Lager Bier durfte nicht Fehlen.
 +23.04.13
 +Aufgestanden sind wir wie immer gegen 6.00 Uhr mit anschließendem Frühstück um 7.00 Uhr. Und schon gegen 7.30 Aufbruch in Richtung Süden auf der Piste C12. Auf der breiten gut ausgebauten Piste fielen uns die ersten dicht an der Strecke stehenden Köcherbäume auf. Auch einige Gazellenarten konnten beobachtet werden. Immer ein Grund eine Pause einzulegen und einige Fotos zu machen.  Nach etwa 120 km langer staubiger Fahrt erreichen wir auf der C37 Hobas. Dort ist das Eingangstor in der Fish River Canyon Park. Nach einer Registrierung und Entrichtung des Eintrittspreises von ca. 8,00 € pro Person und etwa 1,00 € pro Fahrzeug mussten wir noch 10 km zurücklegen um den Hauptaussichtspunkt zu erreichen. Von dort hatte man einen grandiosen Ausblick auf die so genannte Höllenkurve des „Hell’s Blend.  Eine 3 stündige Wanderung entlang des Fish River Canyons bescherte uns noch viele traumhafte Blicke in den, neben den Grand Canyon in den USA, zweitgrößten Canyon der Welt. Als Übernachtung-Stelle hatten wir Ai Ais ausgesucht. Auf diese Strecke durchfährt man eine wunderschöne abwechslungsreiche Landschaft. In der knubbeligen mit kuriosen Felsen versehenen Landschaft haben sich verschiedene Lodge mit Restaurants etabliert. Ein Abstecher der in jedem Fall empfehlenswert ist.
 +Ai Ais ist keine Ortschaft sondern ein Staatliches Camp mit Thermalquellen deren Wasser eine Temperatur von etwa 60° C aufweist. Der Name „Ai Ais“ bedeutet übersetzt in der Sprache der Nama „siedend heiß“
 +Der dortige Campingplatz ist großzügig angelegt und es gibt auch dort ein ausgezeichnetes Lokal. Wir genehmigten uns wieder einen Wildbraten nebst Windhoek Lager Bier zum Abendessen.
 +24.04.13
 +Aufgestanden wie üblich aber in Ruhe die Vorbereitungen für unsere nächsten Ziele getroffen. Gefrühstückt hatten wir im Restaurant des Campingplatzes. German hatte sich danach in der Rezeption mit einer ihm bekannten Wildtier-Aufzuchtfarm telefonisch in Verbindung gesetzt. Leider kam durch Urlaub der Inhaber ein abschlägiger Bescheid.  Also mussten wir unsere Planung umwerfen und ein neues Ziel anpeilen. Ingeborg und German schlugen als Ersatz den Quivertree Forest vor. Dieser Köcherbaumwald liegt 13 km nördlich von Keetmanshoop auf dem Gelände der Gariganus-Farm. Der Köcherbaum, ein Wahrzeichen Nanibias, kommt nur im Süden des Landes vor. Nach etwa 230 km auf rauer Piste, auf der wir auch größere Oryxantilopen-Herden zu Gesicht bekamen und auch unzählige Webernestkolonien sahen, mussten noch 45 km auf Asphalt und weitere 13 km auf Piste zurückgelegt werden bis wir die  Gariganus-Farm erreichten. Wie auf vielen Farmen Namibias wurden auch dort gezähmte Geparden gehalten. Wir kamen zur rechten Zeit zur Fütterung an. Es war schon ein überragendes Erlebnis solche Raubkatzen aus der Nähe zu sehen. Besonders beeindruckt waren wir, dass sich die Geparden selbst beim Fressen streicheln ließen. Der Farm war auch in unmittelbarer Nähe des Köcherbaumwaldes ein komfortabler Campingplatz angeschlossen. Selbst Strom fehlte an den einzelnen Stellplätzen nicht.
 +Bei fotogenem Spätnachmittagslicht machten wir noch einen Rundgang durch den hochinteressanten Köcherbaumwald. Unzählige riesige Exemplare standen dicht bei einander. Unser Abendessen mussten wir diesmal selbst kochen. Es gab der Einfachheit halber Nudeln mit Cornedbeef. Zum Trinken hatten wir uns zu genüge mit Windhoek Lager Bier eingedeckt. So gegen 9.00 Uhr, es wurde auch schon kühler, verzogen wir uns in unsere Dachzelte.