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Rundreise durch Namibia und Botswana - Fortsetzung

05.05.2014

Aufgestanden sind wir erst gegen 7 Uhr. Nach dem Frühstück räumten wir wieder unsere Habseligkeiten ins Fahrzeug. Auch machten wir noch Bilder vom Hotel Personal Liya und druckten diese für die Belegschaft des Hotels aus.

Da nun wieder eine lange Strecke vor uns lag, musste eine Tankstelle aufgesucht werden. Unsere Eingabe ins Navi führte uns zunächst zu einer Polizeitankstelle, dort konnten wir aber keinen Diesel bekommen. Wir mussten daher eine neue Tankstelle eingeben, die uns 6 km weiter, aber in die verkehrte Richtung führte. Danach sind wir nach Kasane zurückgefahren und haben noch für die nächsten Tage unsere Lebensmittel ergänzt.

Auch mussten wir unser Bier und Coca Cola in einem Boddelshop ergänzen. Der Shop wurde aber erst um 10 Uhr geöffnet. In der Zwischenzeit tauschten wir, da wir wieder in Namibia einreisen wollten, in einer Wechselstube die restlichen Som in namibische N$ ein. Gegen 10.30 Uhr sind wir schließlich in Richtung Namibiagrenze aufgebrochen. Auf der Strecke, die durch den Chobe Nationalpark verläuft, querte eine große Elefantenherde unsere Strecke.

Die Grenzformalitäten an der Brückengrenze gestalteten sich problemlos. Unsere Weiterfahrt auf der namibischen Strecke durchs Caprivigebiet ging zügig voran. Auf der Straße B 8 in Richtung Katima Mulilo, es ist die Grenzstadt zu Angola, kamen wir an vielen kleinen Siedlungen vorbei.

German hatte mich nach ca. 100 km auf der sonst etwas eintönigen Strecke beim Fahren abgelöst. In Kongola sind wir nach Süden abgebogen. Unser Ziel ist das Dorf „Liuauli Traditional Vallage“. Die neu gebaute Teerstrecke hörte an der Abzweigung zum Dorf auf. Unsere Ankunft in der „Traditional Vallage“ war etwa gegen 15 Uhr.

Pro Person mussten wir 50 N$ löhnen. Man gab sich dafür aber sehr viel Mühe bei den Erklärungen und Vorführungen. Auch hier hatten wir wieder Bilder von den Personen gemacht und gleich ausgedruckt.

Danach ging es wieder zur Teerstraße zurück und etwas später sind wir dann zu unserer nächsten Unterkunft zur Lodge Kwando mit Campinglatz abgebogen. Die Lodge bzw. der dazugehörige Campingplatz liegt unmittelbar am Kwando Fluss.

Viele ausladende Bäume sorgen in der Mittagshitze für ausreichenden Schatten. Die sanitären Einrichtungen bieten gepflegte Duschen und saubere Toiletten. Warmes Wasser ist auch vorhanden.

06.05.2014

Erst gegen 7 Uhr sind wir diesmal aufgestanden und haben vor dem Frühstück ausgiebig geduscht. Anschließend haben wir dann einen ausgiebigen Fotorundgang übers Gelände gemacht und die Gebühren für den Campingplatz beglichen. Gegen 9.30 Uhr sind wir dann wieder in Richtung Caprivi Streifen aufgebrochen. Unterwegs konnten wir einige nette Bilder von Wasserholerinnen aufnehmen.

In den Häusern bzw. Hütten gibt es dort noch kein fließendes Wasser, es muss also von einer zentralen Wasserstelle geholt werden. Weiter ging es dann auf einsamen fast geraden Straßen auf denen anfangs rechts und links keinerlei Ansiedlungen zu sehen waren. Am Parkeingang des Caprivi Game Parks mussten wir uns wieder einer Kontrolle unterziehen. Beim Ausgang hatten wir uns verkehrt auf der rechten Seite eingereiht und bekamen von der Polizei einen Rüffler. Etwa gegen 13,30 Uhr erreichten wir die Popa Fall Reserve.

Ich kannte sie nicht mehr wieder, es sah jetzt hier völlig anders als 1995 aus. Es wurde alles sehr aufwendig und komfortabel neu gestaltet. Auf dem Campingplatz wurden wir von einem Angestellten auf unseren Stellplatz eingewiesen.

Auf diesem Platz war kein Zugang zum Internet möglich, da man das Passwort nicht preis gab. Bis 16.30 Uhrhaben wir dann gemütlich bei Coca Cola zusammengesessen, danach gemeinsam unser Abendessen zubereitet. Beim Essen bekamen wir von einer Katze Gesellschaft. Ingeborg und German hatten danach gespült und die Zelte aufgebaut. Ich hatte in dieser Zeit unser Tagebuch weitergeführt. Ein Stromanschluss ermöglichte uns auch wieder unsere Akkus aufzuladen.

07.05.2014

Gegen 7 Uhr sind wir aufgestanden und haben ausgiebig gefrühstückt. Auch mussten wir wieder unsere Uhr um eine Stunde zurückstellen. Gegen 8 Uhr sind wir in Richtung Westen aufgebrochen. Wie schon am Vortag konnten wir rechts und links kleine Ansiedlungen ausmachen, machten aber einen Abstecher zum Fluss Okowambo.

Dort wurde von einem Pritschenwagen aus Fleisch im Fluss abgewaschen. An anderer Stelle war eine Frau dabei Wäsche im Fluss zu waschen. Beim Umkehren bzw. zurücksetzen des Fahrzeuges rutschte ich mit den Hinterrädern in eine Vertiefung und kam direkt nicht mehr frei. Sofort kamen die Personen vom Pritschenwagen zu Hilfe und befreiten mich aus dieser misslichen Lage.

Im nächst größeren Ort Rundu ergänzten wir wieder unsere Lebensmittel. Nach ca. 190 km im Kaprivi sind wir weitere ca. 140 km in Richtung Südenwesten gefahren. Von da aus sind wir ca. 55 km auf die Piste 3016 nach Westen abgebogen. Unser nächster Stopp galt dem Baobab Tree dieser riesige Baum beeindruckte uns sehr.

Danach ging es noch weiter in Richtung Westen auf der Piste 3001. Auf der Suche nach einem Campingplatz nahmen wir einen einheimischen Anhalter bis zur Straße B15 mit. An der Einfahrt zum Campingplatz Treesleeper verabschiedeten wir uns von ihm.

Die Zufahrt zu aber noch nicht ganz fertigen Campingplatz war ziemlich rau und streckenweise sogar tiefsandig. Wir hatten Glück, der Aufseher war gerade dabei den Platz zu verlassen. Die Gebäude der Lodge waren teils noch im Rohbau, die Campingplätze aber schon sehr schön teils mit Hochsitzen hergerichtet. Hier kamen unsere hellen LED Leuchten wieder einmal zum Einsatz. Wir konnten daher unser Abendessen auch bei Dunkelheit zubereiten, es gab Nudeln mit Beef. Auch brauchten wir nicht auf unser allabendliches Bier verzichten.

08.05.2014

Gegen 6.30 Uhr sind wir aufgestanden und hatten unter dem Hochsitz gefrühstückt. Ingeborg meinte. sie hätte nachts einen Löwen gehört ich hatte aber davon nichts mitbekommen. Morgens kam der Aufseher vom Abend zuvor pünktlich gegen 8 Uhr und wir konnten unsere Gebühren für die Übernachtung begleichen.

Wir beschlossen von hieraus das Örtchen Tsumeb anzufahren. In diesem kleinen Ort, die Häuser sind nur etwa einen Stockwerk hoch, war das Museum auf unserem Besichtigungsprogramm.

Im Museum waren Kriegsgeräte die die deutsche Schutztrupp kurz vor Kriegsende im Otjikoto See versenkt hatten ausgestellt. Das Museum war sehr interessant, auch mit Gegenständen des täglichen Lebens vergangener Zeiten bestückt.

Eine umfangreiche Mineralien-Sammlung sowie viele Bilder informieren vielfältig über den Bergbau und die Geschichte der Stadt. Wir wurden im Museum von einer deutschsprachigen Frau begrüßt. Der Eintritt war mit 20 N$, etwa 1,60 € pro Person, nicht hoch.

Anschließend machten wir einen kleinen Rundgang durch den Ort. Das Bergwerk konnte leider nicht besichtigt werden. Von dort fuhren wir zu dem 2. See Lake Guinas. Den Otjikoto See hatten wir ein Jahr zuvor aufgesucht. Auf diesem Weg nahmen wir eine junge Frau in unserem Wagen ca. 5 km mit, sie hatte schweres und sperriges Gepäck dabei so dass sie kaum Platz in unserem Wagen hatte.

Am Lake Guinas führte uns eine nette Frau zum See, er lag in einer Senke. Ingeborg rutscht auf dem losen steinigen Weg aus, sie zog sich aber nur kleinere Schrammen zu. Der See ist etwa 140 x 70 m groß und mit seiner 132 m Tiefe der größte ständig wassergefüllte See neben dem etwa 15 km entfernten Otjikoto See. Vermutlich sind beide Seen unterirdisch mit einander verbunden. Für die Führung und ihrer Mühe gaben wir der Frau ein paar Münzen. Von dort fuhren wir zur Ombili Foundation.

Es ist eine Einrichtung um den Sam einen neuen Start ins moderne Leben zu vermitteln. Dort wurden von einer Berlinerin auf deutsch begrüßt. Diese Einrichtung wird von Deutschland aus unterstützt und Kinder des Stammes der San können dort zur Schule gehen und werden dort auch über die Woche verpflegt.

Die Unterkünfte der Kinder sind zwar einfach aber sauber. Leider waren bei unserem Besuch Ferien sodass wir den Schulbetrieb nicht miterleben konnten. In einem kleinen Geschäft konnten wir noch Folkloremusik der San kaufen.

Auf der Weiterfahrt in Richtung Etosha Nationalpark zogen Regenwolken auf, die uns aber nur strichweise Regen bescherten. Gegen 16 Uhr erreichten wir Namutoni und belegten einen schönen Campingplatz. Um 18 Uhr war es bereits finster. Unser Stellplatz war mit Strom und Licht ausgestattet, so konnten wir auch bei Dunkelheit unser Abendessen zubereiten. Nachts regnete es ununterbrochen.

09.05.2014

Diesmal sind wir sehr früh schon gegen 5.30 Uhr aufgestanden, bei unbeständigem Wetter hatten wir noch gefrühstückt und dann sofort unsere Zelte abgebaut. In Richtung Halali sind wir schon gegen 7.15 Uhr aufgebrochen. Sehr trübes Wetter mit teilweise leichten Regen begleitete uns auf der Weiterfahrt. Auch hier hatten wir kein Glück. Auf den verschiedenen Pisten, die wir gefahren sind, waren kaum Tiere zusehen. Selbst am Elefant-Bad waren nur Springböcke anwesend.

Am südlichen Eingang Okaukuejo des National Parks hatten wir zunächst dringend eine Toiletten aufgesucht, da man ja im Park das Fahrzeug nicht verlassen darf. Danach machten wir eine Rundfahrt in Richtung Westen.

Bei gutem, sonnigen Wetter sind wir auf dieser Tour auf viele Gnus, Zebras und Springböcke getroffen. Gegen 16 Uhr sind wir schließlich bei Sonnenschein in Richtung Outjo aufgebrochen.

An unserer vom letzten Jahr bekannten Übernachtungsadresse hatten wir leider kein Glück, es war leider alles wegen einem Musikfestival belegt. Wir suchten daher eine in der Nähe liegende Lodge mit Campingplatz Etotongwe auf. Auch hier waren alle Zimmer belegt und wir mussten daher wieder unsere Zelte aufschlagen.

In der Gaststätte wurden sehr schmackhafte Wildgerichte angeboten, so dass wir uns das Kochen sparten. Hier hatten wir wieder die Möglichkeit übers Internet E-Mail zu verschicken. Ein anderer Gast bemühte sich vergebens, mit dem gleiche Mac Laptop wie ich ihn dabei hatte, ins Internet zu kommen. Aber wenn man falsche Daten eingibt, ist es eben nicht möglich eine Verbindung herzustellen. Bei ein paar Bierchen hatten wir im Lokal auch zu abendgegessen.

10.05.2014

Gegen 5.30. Uhr sind wir diesmal wegen einer ziemlich unruhigen Nacht aufgestanden. Die ganze Nacht war Musik und Hundegebell zu hören. Die Vorbereitung für unser Frühstück wurde durch zwei Deutsche jäh unterbrochen. Sie hatten ihren Autoschlüssel im Auto liegengelassen und ihr Wagen war zugesperrt. In ziemlicher Aufregung bat man mich um Hilfe bzw. um ein Handy damit sie den Fahrzeugvermieter anrufen können.

Zum Schluss stellte sich heraus, dass der Schlüssel im Dachzelt zwischen die Matratzen gerutscht war, also alle Aufregung umsonst. Nur meine Pree Paid von Namibia war durch die vielen und langen Gespräche leer. Nach dieser Aufregung kamen wir erst verspätet zum Frühstücken. Danach hatten wir unsere Dachzelte reisefertig gemacht und uns von unseren Zeltnachbarn verabschiedet, sie wollten noch eine Nacht bleiben. Der Inhaber der Etotongwe Lodge und des Campingplatzes hatte die Lage trotz Behinderung (Rollstuhl) voll im Griff. Er sprach auch etwas deutsch. Erst gegen 10 Uhr waren wir dann zu den „Dinosaur Footprints“ (Dinosaurier Fußabdrücke), die sehr abgelegen waren, aufgebrochen.

Wir hatten die Strecke M63 gewählt die auch unser Navi vorgeschlagen hatte. Der letzte Abschnitt dieser Strecke war sehr rau und einige Wasser-Durchfahrten mussten bewältigt werden. Wir stellten unser Fahrzeug unter einem großen ausladenden Baum vor der Farm der deutschen Familie Adele und Reiner Strobel ab. Eine kleine Gebühr als Eintritt mussten wir an die Inhaber der Farm bezahlen.

Ein Fußmarsch von etwa 1 km führte uns zu den noch sehr gut erhaltenen Dinosaurier Fußabdrücke. Von dort fuhren wir wieder zur Stadt Kalkfeld und weiter zum Ort Omaruru. Auf dieser Strecke versuchten wir vergeblich noch die Rock Paintings aufzusuchen. Wir durchstreiften dabei wunderschöne Landschaften mit knubbeligen Bergformationen.

Als Unterkunft in Omaruru hatten wir das Omaruru Rest Camp ausgesucht und sind dort in einem 3 Bettzimmer für 645 N$. = ca. 18 € pro Person untergekommen. Unser Abendessen hatten wir uns dort selber zubereitet, auch hatten wir wieder die Möglichkeit uns ins Internet einzuloggen. Eine nette deutsch sprechende Geschäftsführerin begrüßte uns an der Rezeption.

Wie sie uns erzählte, lebt ihre Schwester in Gießen. Von dort aus konnte ich mich mit dem Hotel in Windhoek verständigen und einen Kirchenbesuch mit Gospelgesang verabreden. Als abendlichen Ausklang tranken wir im Lokal noch ein Bier bzw. Coca Cola.

11.05.2014

Aufgestanden sind wir gegen 7 Uhr, und haben im Lokal etwa um 8 Uhr gut gefrühstückt, es gab Rührei mit gebackenem Schinken. Noch einmal wollten wir versuchen die Rock Paintings über eine andere Strecke aufzufinden, aber auch dies war wieder vergebens.

Wir fuhren also auf der C38 zurück in Richtung Omaruru und etwa 5 km vor der Stadt bogen wir nach Norden auf die D2344 ab. Nach etwa 20 km ging es dann auf der D2337 weiter. Ein junger einheimischer Mann bat uns ihn doch ein Stück bis zum Gate des Schönfeld Castle mitzunehmen. Gegen 13 Uhr erreichten wir auf teils schwierigen Pisten schließlich die Singing Stones.

Ich hatte so etwas noch nicht gesehen man hätte mit einigen Vorkenntnissen auf den Felsen eine Melodie spielen können. Nach einer Stunde Aufenthalt sind wir nach Norden weitergefahren und haben das Farmgelände Schönfeld verlassen. Am nördlichen Gate stand ein neues feudales Bauwerk im mittelalterlichem Burgen-Luck in mitten der einsamen Landschaft.

Auf dem weithin sichtbaren großen Gattertor war das Familienwappen Schönfeld Castle aufgemalt. Danach waren wir auf der C33 nach Omaruru zurückgekehrt. Ingeborg wollte noch einige Kartengrüße verschicken, aus diesem Anlass druckte ich noch einige Postkarten aus. Abends hatten wir uns wieder selbst verpflegt.

12.05.2014

Aufgestanden sind wir erst gegen 7 Uhr und um 8 Uhr hatten wir uns zum Frühstücken eingefunden. Diesmal hatten wir gekochte Eier zum Frühstück bekommen. Danach haben wir unsere Rechnung beglichen.

Frau Mildred Lenkkeit, die Geschäftsführerin des Omaruru Rest Camp, gab uns etwas für ihre Schwester in Gießen mit. Sie bat uns noch einige Bilder von ihr zu machen, die wir auch gleich für sie ausdruckten.

Nach einer herzlichen Verabschiedung sind wir in Richtung Karibib aufgebrochen. Dort hatte sich dann Ingeborg Briefmarken gekauft und ich musste noch Geld, mit elend langer Wartezeit, umtauschen.

Danach wollten wir noch Usakos aufsuchen um uns die alte Deutsche Lokomotive anzuschauen. Von dort planten wir noch zur Phillips Cave und Bull’s Party zu fahren. Unser Navi kam aber nicht mit unseren Eingaben zurecht.

Erst als wir die Farm Ameib eingaben, fand das Navi den Weg. Wir kamen durch traumhaft schönes Gebiet, in dem wir auch eine längere Wanderung in der Mittagshitze zu der Phillips Cave unternahmen. Von dort sind wir in Richtung Bull’s Party aufgebrochen.

Auf dieser Tour kamen wir an einem steinernem Elefantenkopf und vielen lockeren Felskugeln vorbei. Danach sind wir auf direkter Fahrt auf der B2 nach Swakopmund aufgebrochen. Viel LKW-Verkehr und größere Baustellen ließen uns nur langsam vorankommen. In Swakopmund suchten wir das von unserer letztjährigen Reise bekannte Hotel Prinzessin Ruppercht auf.

Wir trafen dort erst gegen 17.45 Uhr ein. Eine nette ältere Dame an der Rezeption brachte uns in zwei großen Zimmern unter. Unser Fahrzeug konnten wir wieder im bewachten Innenhof abstellen. Am Abend haben wir dann, wie schon bei unserer letzten Reise, in der Gaststätte des Hotels Europa Hof gegessen, es lag direkt um die Ecke.

13.05.2014

Aufgestanden sind wir gegen 7Uhr und sind pünktlich um 8 Uhr zum Frühstücken gegangen. Es war reichlich im Übernachtungspreis inbegriffen. Zu Fuß sind wir anschließend in die Stadt um uns ein Permit für den Naukluft Park zu besorgen.

Im „Ministry of Environment and Tourism“ mussten wir für drei Tage Aufenthalt mit drei Personen 420 N$ etwa 30 € Zahlen. Einen anschließenden kleinen Rundgang nutzten wir um den Damara Turm zu besteigen.

Von dort oben hatte man einen tollen Rundblick über Swakopmund und einen traumhaften Blick auf den Atlantik. Danach machten wir noch einen Spaziergang zum Anlegesteg und gingen zurück zum Hotel.

Da das Wetter ausgezeichnet war beschlossen wir über die Salzroute, also der Küste entlang, zum Cape Cross zu fahren. Unterwegs machten wir an einer Salzfabrik halt und beschlossen diese uns etwas genauer anzuschauen, wurden aber von einer Koreanerin des Platzes verwiesen.

Einige Aufnahmen hatten wir aber bereits im Kasten!!! Einen weiteren Stopp machten wir an dem gestrandeten Schiff „Zela“.

Um ca. 14 Uhr kamen wir schließlich an der Robbenkolonie am Cape Cross an. Wir nutzten das sagenhafte Wetter für 2 Stunden und machten unzählige Fotos von den vielen laut blökenden und auch stark stinkenden Robben.

Viele Bilder und Videos konnte man in Großaufnahme machen. Gegen 17 Uhr sind wir wieder im Hotel eingetroffen und habe uns etwas ausgeruht. Um 19 Uhr sind wir ins gleich Lokal wie am Vorabend zum Essen gegangen. Anschließend führten wir unser Tagebuchaufzeichnungen fort.

14.05.2014

Gegen 6.30 Uhr sind wir aufgestanden und hatten uns um 8 Uhr zum Frühstück eingefunden. Anschließend hatten wir dann an der Rezeption unsere Übernachtungen um einen Tag verlängert. Danach sind wir etwa gegen 9 Uhr in Richtung Blutkuppe (Bloedkoppie) aufgebrochen und dort gegen 11.15 Uhr eingetroffen.

In diesem traumhaft schönen Gebiet machten wir einen ausgiebigen Rundgang. Etwa gegen 12 Uhr fuhren wir auf sehr sandiger Piste um den Berg herum. Diese wunderschöne Gegend veranlasste uns zu unzähligen Aufnahmen.

Unser nächstes Ziel war nun der Vogelfederberg. Wir beschlossen mit unserem Fahrzeug auf die Campingebene hinaufzufahren. Dort waren nun für die Camper Steintische und Steinsitzgelegenheiten aufgestellt worden. Ich war zum ersten Mal 1995 dort, damals standen dort noch keine Camping-Einrichtungen bzw. noch keine Toiletten. Von oben hatte man einen guten Überblick über die umliegende Landschaft. Daraufhin erkundeten wir diese Bergkuppe auf einem ausgiebigen Rundgang.

Unsere Rückfahrt nach Swakopmund ging über Walvis Bay und der entlang an der Küste liegenden hohen Sanddünen. Im Hotel eingetroffen sind wir um 16.45 Uhr. Anschließend spazierten wir zur Küste und kehrten in dem am Landungssteg liegenden Strandlokal ein. Wir ließen uns dort ein kühles Bier schmecken. Im Hotel schauten wir uns auf meinem Laptop die Bilder des Tages an. Um 19. 30 Uhr sind wir wieder in unser Stammlokal zum Essen eingekehrt.

15.05.2014

Wie fast immer sind wir um 6.30 Uhr aufgestanden und schon um 7.15 Uhr zum Frühstücken erschienen. Danach hatten wir unsere Rechnung beglichen und gegen 8.30 Uhr zur Windhoek Bank gegangen. Wir mussten nochmals 150 € umtauscht. Auf dem Rückweg besorgten wir noch Brot, Obst und Wasser. Danach sind wir noch zu einer Tanktelle gefahren. Sechs junge Tankwarte „stritten“ sich wer unsere Scheiben säubern durfte, Es war eine „mords Gaudi“. Für das Nachtanken zahlten wir 600 N$, dies sind etwa 43 €. Gegen 9.30 Uhr konnten wir dann endlich in Richtung Mirabib aufbrechen.

Auf der Küstenstraße Richtung Walvis Bay machten wir noch einige Stopps zum Fotografieren. Die Strecke von Walvis Bay bis zum Städtchen Gobabeb war ziemlich rau und steinig. Sie durfte auch nur mit dem Permit für den Naukluft Park befahren werden. Kurz vor der Stadt Gobabeb sind wir dann in Richtung Mirabib abgebogen und trafen auf traumhafte Kulissen des Mirabib Massives.

Auf einem Fotorundgang entdeckten wir eine Schlange, eine Zwergpuffotter. Es war nicht ganz leicht sie in die Enge zutreiben um Fotos von ihr zu machen. Wir wussten ja nicht ob sie giftig war. Wie sich später herausstelle ist sie nicht sehr giftig. Anschließend sind wir dann durch den Kuiseb Canyon in Richtung Gamsberg Pass aufgebrochen. Auf der Suche nach einem brauchbaren Campingplatz fuhren wir die Guest Farm Rooisand an. Dort gab es keine Zeltmöglichkeit aber es war auch kein Zimmer frei. Wir wurden von dem Inhaber zur Guest Farm Corona zurückgeschickt, denn dort sollte dasCampen möglich sein.

Auf den überaus harten 18 km bis zur Farm kamen wir nur langsam voran, so dass wir erst kurz vor Dunkelheit eintrafen. Die Enttäuschung war groß als wir erfuhren, dass es dort auch keine Campingmöglichkeit gab.

Da es nun schon fast dunkel war blieb uns nichts anderes übrig, dort in der Lodge zwei nicht ganz billige Zimmer zu nehmen. Aber im Zimmerpreis war ein vorzügliches Abendessen inbegriffen. Zu jedem Gang wurde von der Köchin erklärt was serviert wurde. Um 21.30 Uhr verzogen wir uns schließlich in unsere Zimmer und gingen zu Bett.

16.05.2014

Aufgestanden sind wir um 6.30 Uhr und konnten um 8 Uhr auf der Terrasse der Corona Farm ausgiebig frühstücken. Da unser namibisches Geld nicht mehr ausreichte, bezahlten wir in €. Der Umrechnungskurs war nicht ganz so gut wie auf der Bank.

Als wir unser Fahrzeug einräumen wollten waren wir überrascht, dass unser Wagen inzwischen absolut sauber und frisch gewaschen dar stand. Ca. gegen 9 Uhr sind wir wieder auf der 18 km langen, rauen Piste in Richtung der Hauptstrecke c28 unterwegs. Die Strecke erschien uns nicht mehr so schlecht wie am Abend zuvor. Wir machten einige Stopps auf dieser Piste zum Fotografieren, um die traumhaften Landschaften auf Bilder festzuhalten. Die Strecke über den Gamsbergpass ist überaus beeindruckend.

Auch hier machten wir einige Stopps zum Fotografieren. Unterwegs trafen wir auf eine Affenfamilie. Unsere ihnen zugeworfenen Bananen wurden aber nicht spontan angenommen.

Etwa um 14 Uhr sind wir im Hotel Uhland angekommen und hatten den Wagen für die Übergabe vorzubereiten. Die Zelte mussten wir nochmals aufschlagen und ausräumen. Leider bekamen wir dort unser vorgebuchtes 3-Bett-Zimmer nicht. Uns wurde zwar in einem schönen großen Zweibettzimmer ein 3. Bett hineingestellt.

Wie sich aber im Nachhinein herausstellte, war die Matratze nicht in Ordnung. Dann haben wir mit dem Auto-Vermieter Kontakt aufgenommen und für den nächsten Tag um10 Uhr für die Übergabe verabredet. Zum Abendessen sind wir dann zu unserem Stammlokal Lamarmite, wo wir per Handschlag begrüßt wurden, gegangen.

Leider wurden wir durch zu laute Live Musik beim Abendessen gestört. Nach einem anstrengenden Tag wollten wir dann nur noch ins Bett.

17.05.2014

Gegen 7 Uhr waren wir gut ausgeschlafen und kurz vor 8 Uhr ging’s zum Frühstücken. Wir mussten, bevor wir unser Fahrzeug bei der Autovermietung abgeben konnten unseren Tank noch nachfüllen. Die Übergabe war trotz Schaden am Kotflügel kurz und schmerzlos. Die Bilder, die wir für den Vermieter auf unserer Rundreise für Veröffentlichungen vom Fahrzeug gemacht hatten, überspielten wir noch auf einen Stick. Danach wurden wir zum Hotel zurückgebracht. Im Innenhof des Hotels trafen wir auf ein deutsches Ehepaar dessen Fahrzeug am Abend zuvor aufgebrochen und alle Wertsachen nebst Pässen gestohlen wurde.

Etwa gegen 11.30 Uhr machten wir dann noch einen Stadtbummel. Zunächst kehrten wir an der Turmuhr in die Eisdiele ein und genehmigten uns Cola und ein sehr leckeres Joghurteis. Beim anschließenden Geschäftebummel erstanden wir je 2 Tischläufer mit afrikanischen Motiven.

Auf dem folgenden Stadtspaziergang bis zu den Himba-Ständen erstand German noch ein geschnitztes Erdmännchen und riskierten noch einige Blicke auf die hübschen Himba-Mädchen. Auf dem Rückweg zum Hotel stoppten wir wiederum an der Eisdiele und gönnten uns nochmal je ein großes Joghurteis. Zurück im Hotel hatten wir zunächst eine Ruhepause eingelegt und später die Koffer für unsere Abreise gepackt. Abends gings wieder zu unserem Stammlokal Lamarmite zum Abendessen. Auch an diesem Abend waren die Live Musiker anwesend, sie spielen für eine große Anzahl von jungen Leuten. Der Kleidung nach gehörten sie einem Verein oder so etwas „Ähnlichem“ an.

Auch sehr hübsche junge Frauen waren unter den Gästen. Zum Glück hatte ich meinen Fotoapparat und meinen Drucker dabei, denn Vorabend hatte ich einer Kellnerin versprochen einige Fotos von ihr zumachen und gleich auszudrucken. Ingeborg sprach zwei hübschen Mädels an und bat sie für einige Aufnahmen an unseren Tisch.

Nach dem Ausdrucken übergab ich die Bilder an die Beiden. Sie war sichtlich überrascht und spontan nahmen beide mich in ihre Arme. Etwa gegen 21.15 Uhr trafen wir wieder im Hotel ein. An der Rezeption erkundigte ich mich ob unser für den nächsten Morgen geplanter Besuch eines einheimischen Gottesdienstes vereinbarungsgemäß in Ordnung gehen würde, es wurde bejaht. Gegen 22 Uhr gingen wir schließlich schlafen.

18. 05 2014

Wie gewohnt standen wir kurz nach 6 Uhr auf und gingen schon etwas früher zum Frühstücken. Um 8.30 Uhr wurden wir zum Gottesdienst abgeholt und fuhren zu einer großen Halle die in einem Vorort von Windhoek lag.

Wir wurden schon erwartet und man begleitete uns durch den riesigen Raum zu unseren Plätzen. Sie lagen auf der rechten Seite in der zweiten Stuhlreihe der Bühne. Vor uns waren nur noch Plätze für weitere hochrangige Ehrengäste. Das Geschehen war für uns eine ganz neue Erfahrung. Auch die länge des Gottesdienstes hatte uns überrascht.

Die schätzungsweise um die Tausend Gläubigen harrten von 9 Uhr bis 13 Uhr aus. Es wurden neben Selbsterkenntnissen einzelner Gläubigen von einem Chor fantastische Gospelgesangsdarbietungen vorgetragen.

Dies war ein einmaliges unvergessenes Erlebnis. Nach zwei Stunden etwa gegen 11 Uhr verabschiedeten wir uns und ließen uns zum Hotel zurückfahren und bereiteten uns auf die Abreise zum Flughafen vor. Gegen 15.30 wurden wir von unserer Autovermietung vereinbarungsgemäß abgeholt und zum Flughafen gebracht.

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