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Reisetagebuch unserer Namibia- und Botswana-Rundreise

20.04.2014

Ingeborg und German meine Mitreisenden sind etwa um 12.30 Uhr in Wiesbaden eingetroffen. Gegen 13 Uhr haben wir dann zu Mittag gegessen und die Koffer noch etwa umgepackt. Gemütliches zusammen sein auf der Terrasse. Um 17 Uhr dann der Aufbruch zum Flughafen. Beim Einchecken gibt es keine Probleme. Auch verlässt unser Flieger pünktlich um 20.20 Uhr den Flughafen Frankfurt.

21.04.2014

Pünktlich um 05.30 Uhr in sind wir in Windhoek gelandet und haben am Flughafen das 1. Geld eingetauscht. Von unserem namibischen Autovermieter wurden wir und ein italienisches Ehepaar zur Übernahme unseres Fahrzeuges in die Geschäftsstelle African Car Hire cc gebracht.

Die Formalitäten wurden zügig abgewickelt. Wir bekamen einen fast neuen Geländewagen, er wurde extra für uns zurückgehalten Anfangs gab es Probleme mit dem Navi, der Ton war ausgefallen. Das Problem hat sich aber von selbst gelöst. Die Matratzenüberzüge fürs Dachzelt waren noch nicht in den Zelten, daher mussten wir am nächsten Tag nochmals die Geschäftsstelle der Autovermietung anfahren und die fehlenden Überzüge abholen.

Gegen 9 Uhr trafen wir bei dem vorgebuchten Hotel-Pension Uhland ein. Unser vorbestelltes Zimmer war schon bezugsfertig und wir wurden, nachdem wir unsere Koffer ins Zimmer verbracht hatten, noch zur Einnahme eines kostenlosen Frühstücks eingeladen. Einige E-Mails konnten im Anschluss noch versendet werden und ich konnte eine vorbestellte Prepaid Karte fürs Handy in Empfang nehmen und auch installieren. Gegen Mittag unternahmen wir unseren ersten Ausflug in die Stadt zum Einkauf von Lebensmittel für unsere Fahrt nach Botswana. Ausgegeben haben wir ca. 446 N$, das sind in etwa 32 EUR. Nach Rückkehr ins Hotel haben wir uns bis etwa 19.00 Uhr von den Strapazen des langen Fluges ausgeruht. Später gegen 19.30 Uhr sind wir zu unserem Stammlokal Lamarmite der Vorjahres Tour durch Namibia aufgebrochen.

Wir wurden sofort von der schlanken Bedienung wiedererkannt, sie stellte aber sofort fest, dass einer und zwar mein Bruder Norbert fehlte. Nach einem schmackhaften Abendessen gingen wir wieder zu Fuß zum Hotel zurück Bevor wir uns in die Federn legten hatten wir mit dem Einträgen in unser Tagebuch angefangen. Sehr wenig Verkehr am Oster Montag. Unser Hotel war komplett ausgebucht.

22.04.2014

Am nächsten Morgen sind wir um 7.15 Uhr aufgestanden und hatten pünktlich um 8.00 Uhr, unser üppiges gutes Frühstück zu uns genommen. Gegen 9.00 Uhr sind wir wieder zu Fuß in die Stadt gelaufen, um in einer Apotheke Malanil (Malaria Prophylaxen) zu kaufen. Danach machten wir einen ausgiebigen Spaziergang zur Christuskirche

und dann zum neuen Museum. Es ist eine Katastrophe einen so hässlichen Klotz in die Umgebung der Christuskirche und der Feste (Festung aus der Gründerzeit Winhoeks) zu stellen.

Der Besuch des Museums war noch grauenhafter. Die innere Aufmachung ist so geschmacklos und erinnert an die Monumentalbauten des Kommunismus (Nord Korea lässt grüßen). Die beiden oberen Stockwerke waren nicht zugänglich für einen Überblick über Windhoek. Auch die Statue vom namibischen Präsidenten vor dem Museum unterstreicht den vorzeitlichen kommunistischen Baustil !!! Auch das im letzten Jahr umgesetzte Reiter-Standbild wurde in einer Nacht- und Nebelaktion abgebaut und in den Innenhof der Festung provisorisch aufgestellt.

Anstelle des Reiterdenkmals wurde dafür ein neues geschmackloses Monument aufgestellt. Danach suchten wir nochmals die Christuskirche auf. Zurück ging es dann in Richtung Innenstadt bis zum Uhrturm. Dort suchten wir eine Eisdiele auf und genehmigten uns Cola und Wasser zu Erfrischung.

Ankunft im Hotel um ca. 12.30 Uhr und haben dort etwas am Computer gearbeitet. Danach haben wir uns bis etwa 2.30 Uhr ausgeruht und sind dann zur Abholung der Dachzelt-Matratzenüberzüge zur Autovermietung gefahren. Dort haben wir nochmals über geplante Geländewagenbilder die wir für die Autovermietung auf unserer Rundreise machen sollten gesprochen. Nach unserer Rückfahrt zum Hotel liefen wir nochmals in die Stadt um ausreichend Geld zu tauschen, hatten aber keinen Erfolg da die Banken schon um 15.30 Uhr in Windhoek schließen. Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir in unser Stammlokal „Lamarmite“ eingekehrt und uns ein Cola zur Erfrischung gegönnt. Die zweite Bedienung vom letzten Jahr hat uns auch sofort wiedererkannt und brachte auch das Bild was wir im letzten Jahr von ihr gemacht und ausgedruckt hatten. Zurück zum Hotel – etwas ausgeruht. Gegen 19 Uhr Aufbruch zum Abendessen. Gegen 21 Uhr sind wir wieder im Hotel zurückgekehrt.

23. 04.2014

Aufgestanden sind wir gegen 6.30 Uhr und sind zum Frühstücken gegangen. Danach haben wir unsere Rechnung für die zwei Übernachtungen beglichen und hatten unsere Koffer gepackt. Gegen 9.Uhr sind wir dann in Richtung Grenze Botswana aufgebrochen. Unterwegs in Gobabis hatten wir an der Tankstelle ca.100 Liter Diesel nachgetankt. Die Grenzabfertigung in Namibia ging reibungslos vonstatten. Auch gab es keinerlei Probleme bei der Abfertigung in Botswana.

Nur ein größerer Papierkrieg musste erledigt werden. In Botswana durchfuhren wir zunächst großflächiges flaches Buschland mit vielen großen Farmen. Von der Grenze ging es anfangs östlich und später in Richtung Norden weiter. Am späten Nachmittag entschlossen wir uns die etwas abseits der Straße A3 und kurz vor Ghanzi liegende Loge „Thakadu“ aufzusuchen.

Da wir aber noch keine botswanische Pula hatten, wurde uns von dem Inhaber zugesichert, dass wir mit anderen Währungen zahlen könnten. Beim Aufbau der Dachzelte stellten wir aber fest, dass bei einem Zelt die untere Hälfte der Steckleiter fehlte. Die Telefonverbindung mit meinem Handy klappte nicht, die Prepait Karte aus Namibia funktionierte nicht in Botswana. Von der Rezeption konnte ich aber eine E-Mail an die Autovermietung abschicken, aber es kam an diesem Abend noch keine Antwort. Wir hofften also, dass am nächsten Morgen eine Antwort kommt. Wir hatten uns aber dadurch nicht die gute Laune verderben lassen und hatten in der Lodge gut zu Abend gegessen. Da eines der Zelte nicht zu verwenden war, beschloss Ingeborg daraufhin, auf der Fahrzeugrückbank ein „Knickerchen“ zu machen.

24. 04. 2014

Wir sind um 6.15 Uhr aufgestanden und gegen 7 Uhr zum Frühstücksraum gegangen um nach einer Nachricht zu schauen. Eine E-Mail von der Autovermietung war eingegangen. Ich erfuhr, dass die Telefon Nr. von der Loge verkehrt übermittelt worden war. Ich hatte sofort per E-Mail geantwortet. Aber fast gleichzeitig kam ein Anruf von der Vermietung, man hatte die Rufnummer der Lodge anderweitig in Erfahrung gebracht. Schnell konnte geklärt werden welches Teil der Leiter fehlte. Man bat mich aber nochmals nachzuschauen bevor man uns eine Ersatzleiter bringt. Die ca. 500 km Entfernung wollte man nicht umsonst tätigen. Ich konnte aber an der Stelle wo die Leiter sein müsste nichts auffinden. Nach einem nochmaligen späteren Anruf, bat man mich doch noch einmal unter der Matratze im Zelt nachzuschauen. Große Überraschung, dort war tatsächlich die Leiter untergebracht (versteckt). Auf beiden Seiten war die Erleichterung zu spüren, wir mussten also nicht noch einen Tag auf diesem Campingplatz ausharren, obwohl er wunderschön in Mitten der Wildnis lag.

Auch die Lodge war wunderbar eingerichtet, selbst ein Schwimmbad war vorhanden. Bezahlen konnten wir mit der Visa-Karte – wir hatten ja noch keine Pula (botswanisches Geld) Wir hätten auch noch in anderen Währungen wie zum Beispiel EUR, Rand, US$ bezahlen können. Gegen 10 Uhr konnten wir schließlich in Richtung Maun aufbrechen. Auf der Strecke von ca. 330 km löste mich German bei der Fahrerei ab. Etwa gegen 13 Uhr erreichten wir Maun und suchten als erstes eine Bank auf um Geld umzutauschen. Ingeborg und German tätigten zeitgleich Einkäufe für die nächsten Tage. In einer Reisebeschreibung suchten wir eine Unterkunft aus. Im Discovery Bed & Breakfast kamen wir für zwei Nächte unter und konnten uns durch die Hilfe der Inhaberin einen Rundflug über das Okavango Delta für den nächsten Tag sichern.

Auf der Terrasse unseres Chalets hatten wir gemütlich etwas gegessen und ein Bier dazu getrunken. Gegen 19.30 Uhr hatten wir uns in die Räume zurückgezogen und noch unser Reisetagebuch ergänzt.

25.04.2014

Wie fast immer sind wir um 6.30 Uhr aufgestanden und haben anschließend gefrühstückt. Danach hatten wir nochmals unsere Fotoausrüstung überprüft und uns auf unseren geplanten Okavango Rundflug vorbereitet. Gegen 8 Uhr sind wir dann zum Flughafen aufgebrochen dort das Büro der privaten Fluggesellschaft aufgesucht und die notwendigen Formalitäten nebst Begleichung der vereinbarten Gebühren erledigt. Danach wurden wir durch die Sicherheitszone geschleust.

Pünktlich um 9.30 Uhr starteten wir zu unserem Rundflug. Im Cockpit der Cessna saß ein Flugschüler und ein Fluglehrer, dies fanden wir ziemlich ungewöhnlich. Von oben hatten wir einen traumhaften Blick auf das weitläufige Okavango Delta.

Wir konnten aber nur wenige Tiere ausmachen. Vereinzelt konnten wir nur einige wenige Elefanten, Giraffen und Springböcke aus dem Cockpit sehen. Da die Cessna etwa 300 m über Grund flog, waren die Tiere sehr sehr klein.

Auf der Rückfahrt zum Hotel machten wir einen kurzen Stopp für ein Coca Cola in einer sonderbaren Gaststätte, sie sah wie ein bizarres stählernes Kirchengebäude aus.

Später fuhren wir vom Hotel in die Stadt, um uns die Permits für den im Osten liegenden Nxai Park zu besorgen. In Maun hinter der Polizei-Station im Gebäude des DWNP bekommen wir die ersten Erkenntnisse von einer junge Frau, wo wir unsere Campinglätze buchen könnten. Dies ist aber eine ziemlich komplizierte Angelegenheit, Drei verschiedene Firmen sind für die Buchungen zuständig. Wir beschlossen zunächst den Nxai Park aufzusuchen, dafür war nur eine Gesellschaft zuständig. Für die zwei Übernachtungen mussten schon die Gebühren für die Campingplätze berappt werden, kein billiges Vergnügen. Die Parkgebühren müssen erst zusätzlich am Parkeingang beglichen werden. Auf unserer Rückfahrt zu unserm Discovery Bed & Breakfast Hotel stoppten wir wiederum zum Essen im eisernen Hotel mit Lokal Motsana. Dort konnte man sich auch ins Internet einloggen. In unserer Lodge Discovery Bed & Breakfast überprüften wir abends unsere Bilder und Filme und beglichen unsere Rechnung um am anderen Morgen frühzeitig aufzubrechen.

26.04.2014

Wiederum sind wir um 6.30. Uhr aufgestanden und wie üblich um 7 Uhr gefrühstückt. Gegen 8 Uhr sind wir in Richtung Nxai Park ca. 140 km entfernt aufgebrochen. In Phuduhudu 10 km vor dem Parkeingang hatten wir nach den Permits gefragt. Es wurde uns erklärt, dass wir diese am Parkeingang bekommen. Im Ort fiel uns eine Frau beim Hausbauen auf.

Wir fragten, ob wir einige Aufnahmen machen dürfen, es wurde freundlich bejaht. Als Dankeschön druckten wir daraufhin zwei Bilder auf unserem kleinen tragbaren Canon-Drucker aus.

Am Park Eingang bekamen wir problemlos mit dem üblichen Papierkrieg die Park-Permits. Auch konnten wir am Eingang Feuerholz fürs Lagerfeuer kaufen. Der erste Streckenabschnitt innerhalb des Parks war sehr tiefsandig und wir sind fast trotz Allrad stecken geblieben. Der Allrad war hier unerlässlich nötig. Die gesamte Strecke bis zum South Camp war teils sehr tiefgründig und schlecht zu fahren. Am Camp Eingang war kein Mensch zu sehen, es gab keine Kontrolle.

Samstags sind anscheinend alle Kontrolleure zu ihren Familien gegangen. Das Gatter für die Rundfahrt war aber geöffnet. Daraufhin machten wir zunächst eine Rundreise nach Plan und trafen gegen 16 Uhr am Campingplatz ein. Danach hatten wir sofort unsere Dachzelte aufgebaut und das Abendessen vorbereitet. Das Anzünden des Lagefeuers wollte nicht so richtig klappen das Holz war wahrscheinlich noch zu feucht. Unser Tagebuch musste hier für 2 Tage nachgeschrieben werden. Bei einigen Bierchen konnten wir schließlich den Abend gemütliches ausklingen lassen.

27.04.2014

Wieder um 6.15 Uhr aufgestanden und gleich die Zelte abgebaut. Somit waren wir schon um 7 Uhr zur Abfahrt einer Rundfahrt bereit. Obwohl wir schon so früh unterwegs waren, hatten wir nur wenige Tiere zu Gesicht bekommen und sind schließlich gegen 11 Uhr zum Campingplatz zurückgekehrt und unser Frühstück zubereitet. Gegen 13 Uhr erneuter Aufbruch für eine weitere Besichtigungstour.

Kurz vor Rückkehr zum Lagerplatz konnten wir einige Giraffen und Zebras beobachten und etwas später noch eine ruhende Herde Gnus aus größerer Entfernung sichten.

Gegen 17 Uhr sind wir erneut zu einer Pirschfahrt zu den Wasserstellen aufgebrochen, haben aber keine Tiere zu Gesicht bekommen. Eine Fahrt zum Elefanten Pool mussten wir abbrechen, da es schon sehr spät und auch schon dunkel wurde. Wir mussten daher auf der Strecke wenden, wollten aber nochmals die anderen Wasserstellen anfahren. Auf einer schmalen Piste durchs Buschwerk kam uns ein riesiger Elefantenbulle auf unserem Weg entgegen.

Wir stellten uns vorsichtshalber mit unserem Wagen seitlich ins Gebüsch und stellten den Motor ab. Erst kurz vor unserem Wagen bog der Kollos seitwärts ins Gebüsch ab und machte uns den Weg frei. Uns begegnete ein Safarifahrzeug mit zwei Fahrern und einem chinesischen Gast, sie erzählten uns von einer Löwin mit einem Jungen. Wir machten deswegen einen Umweg, hatten aber kein Glück die Löwen aufzufinden. Die Nacht brach herein und wir mussten mit Licht zurück zum Campingplatz fahren. Wir hatten dennoch Glück im tollen Sonnenuntergang konnten wir noch einige Giraffen beobachten. Am Campingplatz mussten zum 1. Mal unsere Dachzelte im Dunklen aufgebaut werden, da es schon fast Routine war, gab es keine Probleme. Gemütlich bereiteten wir unser Abendessen.

Am Lagerfeuer verbrachten wir noch einige Zeit bevor wir uns in unsere Dachzelte verzogen. Nachts hörten wir in der Nähe unseres Fahrzeugs Tierstimmen, ein dumpfes Brüllen, es musste wohl ein Löwe den Campingplatz überquert haben. In Botswana sind die Campingplätze nicht eingezäunt.

28.04.2014

Wir sind diesmal etwas später aufgestanden und haben gemütlich gefrühstückt. In unmittelbarer Nähe unseres Fahrzeuges sahen wir Löwenspuren, wir hatten uns nachts nicht verhört. Wir hatten uns vorgenommen keine erneute Rundfahrt zu unternehmen denn wir waren enttäuscht, so wenige Tiere in diesen Naturpark zu sehen und entschlossen uns den Park wieder zu verlassen.

Die Rückfahrt zum Gate Eingang kam uns gar nicht mehr so sandig vor. Übung macht halt den Meister. Unterwegs trafen wir vereinzelnd auf die kleinen Springbockherden. Die Formalitäten am Gate Eingang bzw. Ausgang waren wieder problemlos, aber wieder mit viel Papierkrieg verbunden. Unser nächstes Ziel war nun der östlich gelegene Ort Gweta. Von dort wollten wir zu den zwei riesigen Baobab Bäumen. (Green’s Baobab und Chapman’s Baobab). Es sollten die größten Bäume im Umfang, die wir je gesehen hatten, werden.

Auf der Strecke zu den Bäumen kamen wir durch riesige Graslandschaften und vereinzelt begegneten uns dort kleinere Zebraherden. Unzählige parallel verlaufende Pisten erschwerten trotz Navi die Orientierung. Dennoch waren wir überrascht, wie genau unser Navi in dieser Wildnis funktionierte, jede Piste (Fahrspur) wurde angezeigt. Auch wenn wir einmal eine verkehrte Abzweigung aus Versehen nahmen, sprang sofort das Navi auf die neuen Gegebenheiten um.

Der Anblick des Green’s Baobab war überwältigende. Zum Schutz des Baumgiganten war dieser eingezäunt, man konnte aber das Gatter öffnen und ihn aus der Nähe betrachten. Nach weiteren etwa 15 km in südlicher Richtung kam der Chapman Baobab in Sicht, er war nach unserer Auffassung noch einen Tick gewaltiger.

Auf der Rückfahrt fuhren wir an einer riesigen Salzpfanne entlang, hier war die Orientierung trotz Navi problematisch, wir mussten einige Umwege in Kauf nehmen. Auch kamen wir bedingt durch die Umwege an größeren Rinderfarmen vorbei. Im Ort Gweta mieteten wir uns in der Gweta Lodge ein und genehmigten uns nach einer anstrengenden Tour zunächst mal ein kühles Bier.

Auch war ein Schwimmbad vorhanden, eine willkommene Abwechslung nach stundenlangem Schwitzen. Unsere Unterkünfte waren zwei Rundhütten aber ohne heißes Wasser, wir bekamen daher auch einen Rabatt für die Übernachtungen. Die Waschgelegenheit mit Dusche war in einem nicht überdachten Vorraum. Das angebotene Abendessen war zwar nicht üppig dafür aber sehr lecker. Einen Internetzugang gab es dort auch, er war aber sehr sehr langsam. Trotz Moskitonetz plagten mich in der Nacht einige Mücken.

29.04.2014

Trotz Mücken haben wir gut geschlafen und sind erst gegen 7 Uhr aufgestanden. Noch vor dem Frühstück hatten wir in einem Pavillon unsere Erlebnisse vom Vortag ins Tagebuch geschrieben. Ab 8 Uhr gab es schließlich das Frühstück. Da Ingeborg einige Postkarten, die wir selbst gedruckt hatten, verschicken wollte, lies uns der Inhaber der Lodge von einer Angestellten Briefmarken besorgen. Nach Begleichung der Rechnung sind wir schließlich gegen 9.30 Uhr in Richtung Maun aufgebrochen. Auf der Straße A3 muss man mit Wildwechsel rechnen, größere Elefantenherden können die Straße überqueren. Wir trafen aber unterwegs nur auf 3 Giraffen. Da diese Strecke auch südlich durch den Nxai Pan National Park führt, mussten wir zur Desinfizierung unseres Fahrzeuges durch ein in der Fahrbahn eingelassenes Wasserbecken fahren. Sonst gab es auf dieser Strecke keinerlei weitere Probleme.

In Maun hatten wir uns diesmal in der Krokodil Lodge einquartiert. Von der hübschen, netten Frau in der Rezeption machten wir mehrere Bilder, von denen wir zwei für sie ausdruckten. Gegen 13 Uhr fuhren wir dann nach Maun um uns die Permits für die nördlichen Parks zu beschaffen. Wir suchten zunächst das Geschäft wo wir unsere 1. Permits erhalten hatten auf, dort erklärte man uns wo wir unsere weiteren Permits erhalten können. Da wir uns nun schon recht gut in Maun auskannten, hatten wir ziemlich schnell das Büro gefunden und für die Unterkünfte im Moremi Wildlife Reserve und im Chobe Nationalpark für drei Tage festgemacht. Danach mussten wir nochmals zur Bank, um wieder etwas Geld zu tauschen. Es wurde ein ziemlicher Papierkrieg – umständlicher ging es wirklich nicht. Ingeborg und German besorgten in der Zwischenzeit Lebensmittel für die nächsten Tage. Zurück in der Lodge hatten wir unser im Kühlschrank gelagertes Fleisch gebraten und zum Teil gleich verputzt. Zwei kleine Buben kamen vorbei, um an einem Wasserhahn nahe unserem Zeltplatz Wasser in mehreren Kanistern für die Familie zu holen.

Wir überraschten sie mit etwas Obst, sie verzehrten es nicht gleich sondern nahmen es mit nach Hause. Abends genehmigten wir uns an der Bar, die direkt am Thamalakane River lag, Cola und ein paar Bierchen.

30.04.2014

Wir sind wieder gegen 6.30 Uhr aufgestanden und haben um 7 Uhr gefrühstückt. Im Anschluss haben wir von der gesamten Bedienungsmannschaft ein Gruppenfoto gemacht und für alle je ein Bild ausgedruckt. In Richtung South Gate des Moremi Game Reserve sind wir schon gegen 8 Uhr aufgebrochen. Die ersten ca. 40 km ging es noch auf gut ausgebauten asphaltierten Straßen in Richtung Norden. Von dort führte wieder eine zwar breite und etwa 60 km lange Erdstraße bis zum Parkeingang.

Am Game Eingang waren die Formalitäten, Ausfüllung von mehren Zetteln schnell erledigt. Der Moremi Wildlive Park nimmt etwa ein drittel des Okawango Deltas ein. Unsere erste Rundfahrt führte uns über die Third Bridge zum Khwai Campsite. Einige Tiere Giraffen, Antilopen und eine große Elefantenherde konnten auf dieser Fahrt beobachtet werden.

Wir mussten einen Hohlweg durchfahren, der rechts und links von einer Elefantenherde mit Jungtieren beansprucht wurde. Wir stoppten in Mitten der Herde um bessere Aufnahmen zu machen. Um den Angriff eines Riesen-Elefanten auszuweichen mussten wir schnellstens losfahren und haben dabei einen Baumstupf übersehen und ihn mit dem vorderen linken Kotflügel gerammt. An der dritten Brücke und Wendepunkt unsere Rundtour musste eine Wasserdurchfahrt bewältigt werden. Ingeborg hatte dabei die Tiefe zu Fuß erkundet. Die Rückfahrt zu unserem Campingplatz erwies sich als sehr schwierig und wir hatten dabei kaum noch Tiere beobachten können.

Notdürftig mittels eines Gurtes konnten wir den beschädigten Kotflügel so befestigen, dass er für den Rest der Reise halten müsste.

Unser Dachzelt stellten wir in der Nähe eines Gebäudes auf, da der zugewiesene Platz Nr. 5 für uns zu weit von den Toiletten entfernt war. Ein Lagefeuer konnte nicht entzündet werden, es wollte einfach nicht brennen. Gegen 21.15 Uhr gingen wir mangels wärmenden Feuers schlafen.

01.05.2014

Aufgestanden sind wir wieder etwa gegen 6.30 Uhr und haben uns zum Frühstück Spiegeleier gemacht und bekamen Besuch von einer Horde Affen. Man musste höllisch aufpassen, denn sie klauen wie die Raben. Im Nu hatten sie, obwohl wir am Wagen standen, eine Abfalltüte von der hinteren Wagenklappe entwendet. Auf unserer anschließenden Rundfahrt hatten wir die geplante Piste verfehlt und kamen am South Gate an. Hatten aber auf dieser Fahrt keine Tiere gesehen. Wir starteten nochmals in Richtung Third Bridge und bogen aber nach 10 km nach Süden ab um den Hippo Pool anzuschauen. Aber auch hier trafen wir keinerlei Tiere an und fuhren zur Hauptpiste zurück. Nach einigen Kilometern drehten wir um und begaben uns wieder Richtung South Gate und schlugen von dort die Richtung Campingplatz Xakanaxa ein.

Auch hier sahen wir außer kleineren Gazellen-Herden keine weiteren Tiere. 10 km vor Xakanaxa änderten wir erneut die Richtung zu unserem Campingplatz Khwai. Diese Strecke war ziemlich schwierig zu befahren, wir kannten sie schon vom Vorabend. Durch viele Regenfälle war die Strecke teils sehr sumpfig und es waren deswegen einige Umwege nötig. Am Campingplatz trafen wir wieder etwa gegen 16.30 Uhr ein. Dort begegneten wir dem Herrn, bei dem wir in Maun unsere Camping-Reservierung gebucht hatten. Er empfahl uns einen anderen als den gebuchten Platz Nr. 5 zu benutzen. Es seien dort zu viele lästige Affen anwesend. Nach langem Hin und Hehr konnten wir schließlich den Platz Nr. 2 benutzen, er lag einigermaßen dicht an dem Wasch- und Toilettenhäuschen. Beim Lagerfeuer bereiteten wir unser Abendessen. Bis 21 Uhr genossen wir die angenehme Wärme am Feuer, danach verkrochen wir uns in unsere Zelte.

02.05.2014

Aufgestanden sind wir diesmal wieder gegen 7.15 Uhr. Wie wir an diesem Morgen erfuhren, muss nachts ein Löwe über den Platz gelaufen sein. Das Löwengebrüll hatten wir nachts auch gehört. Zum Frühstück bereiteten wir uns Rühreier. Leider waren zwei Eier auf den harten Strecken des vergangenen Tages im Kühlschrank zerbrochen und ausgelaufen. Ein gründliches Reinemachen des Kühlschrankes wurde nötig.

Ein frecher Affe nahm die Gelegenheit zum Anlass und klaut aus dem Kofferraum zwei Äpfel und später nochmal zwei Äpfel durch die offene Seitentür aus dem Wageninneren. Ingeborg wurde von ihm angeknurrt und er zeigte ihr die Zähne. Beim German nahm er doch lieber Reißaus. Dann haben wir noch unser Tagebuch für zwei Tage nachgeschrieben. Unser nächstes Ziel ist nun der Chobe National Park. Am Gate Khwai meldeten wir uns ab und haben uns über den weiteren Weg erkundigt.

Der sonst übliche war wegen Hochwasser noch gesperrt. Wir mussten daher einen Umweg von 60 km in Richtung Süden in Kauf nehmen, bis wir auf die Hauptpiste kamen. Bis zum Savuti Campingplatz im Chobe National Park mussten sehr schwierige tiefsandige Stecken von ca. 115 km bewältigt werden. Am Mababe South Gate wurden wir aufmerksam gemacht, dass wir unser vorderes Nummernschild fast verloren hätten, es hing nur noch einseitig an einer Schraube.

Unseren vorgebuchten Platz wurde schnell gefunden. Sofort hatten wir unsere Stühle und den Tisch ausgeräumt und uns dann etwas ausgeruht. Danach kam eine Rangerin und wollte uns von unserem Patz vertreiben, der Platz war doppelt vergeben worden.

Da wir den Platz zuerst in Beschlag genommen hatten, bestanden wir darauf ihn zu behalten. Um 6.15 Uhr bereiteten wir uns auf eine Rundfahrt vor. Anfangs sahen wir keine Tiere außer einem einsamen Elefanten und einer Giraffe. Der Elefant stand mitten auf dem Weg.

Das Fahrzeug vor uns traute sich nicht an ihm vorbeizufahren und kehrte um. Der Klügere gab nach, der Elefant verließ nach ca. einer viertel Stunde den Weg. Auf der Weiterfahrt sahen wir zahlreiche Springböcke und eine größere Anzahl von Giraffen und einzelne Gnus.

Während der Rückfahrt kam eine größere Elefantenherde (50 bis 60 Tiere) im schönsten Abendlicht in unser Blickfeld. Auch eine kleinere Zebraherde konnten wir noch besichtigen.

Beim letzten Abendlich erreichten wir schließlich unseren Campingplatz. Zum Abendessen kochten wir uns Nudeln mit Cornedbeef. Anschließend vervollständigten wir noch unser Tagebuch.

03.05.2014

Aufgestanden sind wir gegen 6.30 Uhr und hatten uns etwa 9.30 Uhr am Gate abgemeldet. Ein Ranger hat uns dann die notwendige Umfahrung, ein Umweg von etwa 60 km bis zur Hauptstrecke nach Kasane erklärt. Eine Rangerin erklärte uns noch, dass die Strecke tiefsandig sei. Dies konnte uns aber nicht mehr schrecken, wir hatten ja schon schwierigste Strecken meistern müssen. Auf halben Weg trafen wir auf eine größere Gruppe mit vier Fahrzeugen. Sie rangierten wild umher, sie hatten wohl etwas die Orientierung verloren. Wir mussten dringlich bitten uns den Weg doch frei zu machen.

Am Gate Ausgang des Ghoha Gates mussten wir wieder die üblichen Formalitäten wie Name, Pass Nr. von uns drei und das Fahrzeugkennzeichen in verschiedene Formulare und Bücher eingetragen. Dort fielen uns auch zwei nette Kinder auf und machten mit Genehmigung der Mutter einige Fotos und druckten die Bilder vor Ort auch gleich aus.

Von nun an hatten wir einigermaßen gute Pisten vor uns und kamen an verschiedenen traumhaften Baumgruppen und Siedlungen vorbei. Wir erreichten schließlich die asphaltierte Straße an der Grenzstation an der Ngoma Bridge nach Namibia. Von dort hatten wir schöne Ausblicke auf den Fluss Zambezi. Auf der Strecke nach Kasane mussten wir nochmals den Chobe National Park durchfahren.

Am Ngoma Gate trafen wir aber kein Personal an. Wir mussten uns selbstständig in die Bücher eintragen. Austragen mussten wir uns auch wieder selbstständig am Sidudu Gate. In unserem Navi waren verschiedene Unterkünfte in Kasane eingetragen und wir hatten uns die Unterkunft Liya Gasthous ausgesucht, sie lag nicht weit vom Stadtzentrun entfernt.

Mit Hilfe unseres Navis hatten wir das Gästehaus ohne Umwege sofort gefunden auch konnten wir von dort wieder ins Internet gehen. Wir hatten mit der Auflage uns eine Fahrgelegenheit zu den Viktoria Wasserfällen zu vermitteln, gleich zwei Übernachtungen festgemacht. Wir wollten nicht mit unserem Geländefahrzeug für einen Tag nach Zimbabwe fahren. Uns wurde erzählt, dass die Grenzformalitäten für Fahrzeuge sehr aufwendig seien. Nach dem Einchecken sind wir anschließend nochmals in die Stadt gefahren und haben 300 EUR bei einem sehr guten Wechselkurs umgetauscht, wir hatten über 4100 Som bekommen. Danach kauften wir noch für die nächsten Tage ein. Gegen 21 Uhr sind wir schließlich in die Falle gegangen.

04.05.2014

Um 6.30 Uhr war die Nacht wieder für uns um und wir haben gemütlich gefrühstückt. Anschließend warteten wir auf unseren Fahrer, der uns zu den Viktoriawasserfällen bringen sollte. Mit knapp 45 Minuten Verspätung traf er schließlich ein. Durch eine sehr flotte Fahrt zum Grenzübergang Kazungula Zimbabwes wollte er wohl die Verspätung wieder aufholen.

An der Grenze trafen wir auf einen großen touristischen Andrang aber unser Fahrer und ein weiterer Begleiter erledigten die Grenzformalitäten sehr schnell, denn sie kannten die Grenzbeamten und brauchten sich nicht anstellen. Ca. 1 ½ Stunden Fahrt bis zu den Wasserfällen lagen nun vor uns. Auf dieser Weiterfahrt stiegen 3 weitere deutsche Mitfahrer in unseren Wagen ein. Auf dem Parkplatz des Viktoriawasserfalls verabredeten wir uns mit unserem Fahrer um 15 Uhr für die Rückfahrt.

Von dort sind wir gleich auf der gegenüberliegenden Straßenseite in den Park des Wasserfalls gegangen. Den Eintritt konnte aus technischen Gründen nicht mit der Visakarte beglichen werden. Der Rundgang am Wasserfall entlang war ein tolles Erlebnis, aber auch eine sehr feuchte Angelegenheit.

Es war unbedingt notwendig sich einen Regenschutz überzuziehen. Je nach Windrichtung wurde man von der Gicht der herabstürzenden Wassermassen eingehüllt, man kam sich vor, als ob man in einem Wolkenbruch steht. An manchen Stellen war ein weitergehen unmöglich wenn man nicht gefahrlaufen wollte, dass die Kameras zerstört werden.

Gegen 12.20 Uhr hatten wir schließlich den Park verlassen und sind in Richtung der Stadt Livingstone gelaufen. Unterwegs wurden wir von zig Händlern belästigt. Auch wurden wir von einem Polizisten sehr freundlich angesprochen und sich nach unserem Wohlergehen erkundigte. Wir hatten die Entfernung etwas falsch bei der Hitze eingeschätzt und waren froh, an einer Tankstelle Cola kaufen und im Schatten trinken zu können. In der Nähe hatte ein Künstler auf einem Freigelände seine Kunstgegenstände ausgestellt.

An einer Schaufensterscheibe wurden Heli Rundflüge angepriesen. Eine Angestellte des Geschäfts bemühte sich aber ohne Erfolg uns einen Rundflug zu buchen. Etwas traurig über dieses Ergebnis gingen wir weiter und wurden auf eine Musikergruppe aufmerksam und haben von ihnen einige Folklore CDs gekauft.

Einige Zeit später kam die Angestellt uns aufgeregt nach und eröffnete uns die Möglichkeit den Rundflug über die Viktoriafälle doch noch machen zu können. Einen Kleinbus hatte sie auch schon organisiert. Auch die Rückfahrt zu unseren vereinbarten Treffpunkt wurde uns zugesichert. Wir nahmen sofort an und wurden zum Flugplatz gebracht.

Am Flugplatz stellte man zunächst unser Gewicht fest und danach wurde eine kurze Einweisung vorgenommen. Nach etwa 10 Minuten kam endlich der Helikopter und der ¼ stündige Rundflug konnte beginnen.

Auf diesem traumhaften Rundflug machte der Pilot eine zweimalige Umrundung und später überflog er noch mehrmals die Wasserfälle dies war ein unvergessliches Erlebnis. Von hier oben konnte man die Ausmaße erst richtig einschätzen. Pünktlich trafen wir, wie verabredet, an unserem Treffpunkt ein. Die andere deutsche Gruppe war schon anwesend. Auf der gleichen Strecke wie bei unserer Herfahrt, zwar mit einem kurzen Abstecher zu einem Baobab, ging es zur Grenze zurück. Die Grenzformalitäten wurden ohne Probleme schnell erledigt und weiter ging es dann mit einem offenen Safarifahrzeug zurück nach Kasane. Kurz vor der Stadt trafen wir auf eine Elefantenherde, unser Fahrer stoppte und fuhr zwischen die Herde für einige Aufnahmen.

Gegen 17 Uhr setzte uns der Fahrer bei unserer Unterkunft ab. In der Küche bereiteten wir unser Abendessen und nach einem Schlummertrunk (Windkoek-Bier) gingen wir gegen 22 Uhr schlafen.

Rundreise durch Namibia und Botswana - Fortsetzung